Welche Themen beschäftigen Jugendliche? Was läuft gut – und was sollte sich verändern? Was wollen junge Menschen über ihre Schule, ihre Stadt und ihre Zukunft wissen? In der Jugendreporter:innen-AG bilden die Schüler:innen eine eigene
Audioredaktion.
Zum Auftakt lernen die Jugendlichen in einem vierstündigen Starterworkshop die Grundlagen von Radio, Podcast und journalistischer Arbeit kennen. Anschließend wählen sie Themen aus ihrer Lebenswelt und entwickeln daraus eigene Audiobeiträge. Dabei kann es zum Beispiel um Schule, Freundschaft, Freizeit, Musik, Sport, soziale Medien, Zukunftsfragen, Mobilität, Klima oder Politik gehen.
Die Redaktion sammelt auch Fragen und Meinungen anderer Jugendlicher – zum Beispiel über Instagram, in der Schule oder im Jugendzentrum. Sie recherchiert Hintergründe und lädt passende Gesprächspartner:innen ein: etwa Fachleute, Kulturschaffende, Menschen aus Vereinen und Initiativen, Verantwortliche aus Schule und Stadt oder – bei politischen Themen – Stadträt:innen und die Jugendkommission. Die Jugendlichen planen und führen Interviews, machen Umfragen und fragen kritisch nach.
Dabei übernehmen sie wechselnde Aufgaben vor und hinter dem Mikrofon: als Reporter:innen, Moderator:innen, Rechercheur:innen, in der Aufnahmeleitung oder im Schnitt. Gemeinsam entscheiden sie, welche Themen behandelt werden, welche Fragen gestellt werden und wie ihre Beiträge gestaltet sind. So entsteht ein Podcast, der die Perspektiven Jugendlicher aufgreift und öffentlich hörbar macht.
Durch die aktive Medienarbeit erfahren die Schüler:innen zugleich, wie Auswahl, Sprache, Perspektive, Geräusche und Schnitt die Wirkung eines Beitrags beeinflussen. Sie setzen sich kritisch mit Medieninhalten auseinander und entwickeln Kriterien für glaubwürdigen, fairen und verständlichen Journalismus.
Die gemeinsame Redaktionsarbeit stärkt Medienkompetenz, Beteiligung, Teamarbeit, Kreativität, sprachlichen Ausdruck und selbstständiges Arbeiten.